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Produkt- und Markenempfehlungen via User-Postings und Tweets Soziale Netzwerke im Internet wie Facebook und Twitter stellen für Unternehmen nicht nur eine Chance, sondern auch eine erhebliche Gefahr da, warnt Medienexpertin Julia Wippersberg vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Gefährlich sei die Eigendynamik, die das Unternehmen im weiteren Verlauf nicht mehr kontrollieren könne. Nicht jeder "Fan" oder "Follower" sei auch ein Befürworter, so Wippersberg weiter. Allerdings rät die Expertin auch davon ab, sich ganz aus sozialen Netzwerken zurückzuziehen. Immerhin gäbe es auf Facebook zeitweise mehr Suchabfragen als auf Google. Wer also nicht vertreten sei, würde auch nicht gefunden. Unternehmen könnten Vorsorge treffen, indem sie Spezialisten für die unternehmenseigene Präsenz auf Social Media-Plattformen beschäftigten, so Wippersberg. Interessantes Detail: Rund ein Drittel aller User-Postings und -Tweets aus sozialen Netzwerken beträfe Produkt- bzw. Markenempfehlungen. Als Beispiel für ungeschickte Web 2.0-Öffentlichkeitsarbeit führt Wippersberg den Lebensmittelkonzern Nestle an. Das Unternehmen habe nach einem von Greenpeace auf YouTube veröffentlichten, kritischen Video über das Produkt Kitkat die betreffende Facebook-Seite eingestellt sowie Postings und das YouTube-Video entfernen lassen. Durch diesen Zensurversuch sei das Thema von der Online-Welt in die Offline-Welt gehievt worden und ein riesiger Imageschaden entstanden.
12.05.2010, 10:49 von admin |
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