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WIEN. Die Arbeitswelt wird sich durch Facebook, Twitter & Co drastisch verändern, sagen Experten. Im Rahmen der „ersten Facebook-Pressekonferenz Österreichs“ wurde darüber diskutiert. Gerhard Hochreiter, Geschäftsführer der Beratergruppe Neuwaldegg, rechnet damit, dass sich durch diesen Trend die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen in Österreich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln wird. Aktuell sind 226.000 Ein-Personen-Unternehmen registriert. Große Umwälzungen erwartet Hochreiter in ein paar Jahren, wenn die Generation ins Arbeitsleben tritt, die Facebook nicht nur zur Kontaktanbahnung nutzt, sondern ihre Beziehungen auch im Internet lebt. Im April waren erstmals über zwei Millionen österreichische Nutzer auf Facebook registriert. Die Form des Geldverdienens mittels Internet war früher eher der Kreativwirtschaft oder den Technikern vorbehalten. Jetzt „erreichen auch Modedesigner, Übersetzer oder selbst eremitische Imker auf einmal Millionen potenzielle Kunden“, so Friebe. Ob das nicht selbstausbeuterisch und klassisch neobliberal sei? Friebe: „Eine robust ausbalancierte Selbstständigkeit ist das weniger riskante Modell als wenn man in Zeiten von so unsicheren Arbeitsbedingungen all sein Humankapital von einem Arbeitgeber abhängig macht.“ Die Autonomie über seine Arbeitszeit bezahle man mit dem „Schmerzensgeld“, dass nicht jeden Monat ein fixes Gehalt am Konto sei.
19.05.2010, 10:31 von admin |
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