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Ideenmanagement [Was ist das?]  

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Entwicklung und Grundidee des Betrieblichen Vorschlagswesens (BVW)

Artikel KruppDer Grundgedanke des BVW ist so alt wie die Menschheit selbst, denn das Leben ist einem ständigen Wandel unterworfen in dem Veränderungen unausbleiblich und damit Verbesserungen notwendig sind.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht gingen 1880 die britische William Denny Shipbuilding Company und die amerikanische Yale & Towne Company als erste Unternehmen, die sich eines BVW bedienten, in die Geschichte ein.
Im deutschsprachigen Raum gilt Alfred Krupp als Begründer des BVW. In seinem vielzi-
tierten “Generalregulativ” vom 14. März 1888 heisst es unter § 13:
“Anregungen und Vorschläge zu Verbesserungen, auf solche abzielende Neuerungen, Erweiterungen, Vorstellungen über und Bedenken gegen die Zweckmässigkeit getroffener Anordnungen sind aus allen Teilen der Mitarbeiter dankbar entgegenzunehmen und durch Vermittlung des nächsten Vorgesetzten
an das Directorium zu befördern,damit dieses ihre Prüfung veranlasse.Eine Abweisung der gemachten Vorschläge ohne eine vorangegangene Prüfung derselben sollnicht stattfinden, wohingegen denn auch erwartet werden muss, dass eine erfolgte Ablehnung dem Betreffenden, auch wenn ihm ausnahmsweise nicht alle Gründe mitgeteilt werden können, genüge und ihm keineswegs Grund zur Empfindlichkeit oder Beschwerde gebe. Die Wiederaufnahme eines schon abgelehnten Vorschlages unter veränderten thatsächlichen Verhältnissen oder in verbesserter Gestalt ist selbstredend nicht nur zulässig, sondern empfehlenswert.”

Zu den drei klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital sind zwei neue strategisch wichtige Ressourcen hinzu gekommen: Information und Kreativität.

Ein spezielles Instrument zur Ideenförderung ist das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW). Die Weiterentwicklung des klassischen BVW hin zum Vorgesetztenmodell war ein erster Schritt in Richtung Anpassung an moderne Produktionsstrukturen. Die Integration des BVW in moderne Führungsphilosophien wie “Management by Objectives” (MbO), “Lean Management” oder “Total Quality Management” (TQM) stellen weitere Stationen in der Entwicklung des Vorschlagswesens (VW) dar. Durch die Anerkennung von kleinen und kleinsten Verbesserungen - auch am eigenen Arbeitsplatz - wird die Bedeutung der stetigen Verbesserung als Unternehmensziel hervorgehoben. Hier reiht sich der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ein.

Heute wird für das Vorschlagswesen die Bezeichnung “Ideenmanagement” verwendet. Der Betreuer wird zum Ideenmanager. Dadurch wird unterstrichen, dass es sich beim Vorschlagswesen um eine Managementaufgabe handelt.

Zur Steuerung des Ideenmanagements wird zunehmend geeignete Ideenmanagement Software verwendet.

27.04.2010, 09:09 von admin | 432 Aufrufe
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